31. Konsequenzen
Im Katzen-Café herrschte pures Chaos. Megumi hatte Yoshino aus den Augen verloren, und war damit beschäftigt sich den blonden Fluch-Magier mit dem Schwert vom Leib zu halten, während Yuuta gegen den Hackbeil-Mann und den kleiner gewachsenen Mann bestehen musste, dabei aber Schützenhilfe von Kugisaki und Choso bekam. Eso schien bereit Nitta und Kechizu zu beschützen, die hinter einen umgefallenen Tisch in Deckung gegangen waren.
Ich hätte auch nichts gegen ein wenig Hilfe einzuwenden, wisst ihr?, dachte Megumi bitter, obwohl er eigentlich ganz gut zurecht kam. Zunächst hatte er seine Hunde heraufbeschworen um sämtlichen Katzen (und mit ihnen hoffentlich auch die letzten paar Zivilisten) zu vertreiben, damit sie hier in Ruhe kämpfen könnten, und erst dann hatte er sich den Kampf eingemischt, der bis dahin hauptsächlich von Yuuta bestritten worden war. Doch offenbar hatte er den falschen Gegner gewählt, denn der Schwertheini hatte verdammt viel Glück - egal wen oder was Megumi auf ihn losließ, er wurde einfach nicht getroffen, und das ging Megumi langsam aber sicher auf die Nerven. Er seinerseits war inzwischen schon von seinen eigenen Shikigamis gerammt worden, war in eine Schüssel mit Milch getreten und daraufhin gestolpert, und war wenig graziös auf etwas, das sich verdächtig nach einer Bananenschale angefühlt hatte, ausgerutscht. Was immer die Fluchtechnik von diesem Kerl ist, sie nervt!
Zumindest schien sein Leben nicht in ernster Gefahr zu sein, da der Hackbeil-Typ ihn nicht ständig androhte ein Möbelstück aus ihm zu machen, und er auch nicht angesehen wurde als wäre er der einzige Grund für all das Leid, das dem kleineren Mann jemals widerfahren war, aber trotzdem könnte es besser für ihre Seite laufen, fand er. Und wie sollte er einen Gegner besiegen, der sich nicht treffen ließ?
Und dann tauchte auch noch ein weiterer Gegner auf, ein Mann mit nacktem Oberkörper und einer Chamäleon-Mütze auf dem Kopf, der einen orangenen Fluch an einer Eisenkette mit sich führte.
Sein Anblick alleine ließ Megumi den Atem stocken, da er das Gesicht und den Hut wiedererkannte – dieser Mann war Ebina Niji ein gesuchter Serien-Mörder und offenbar auch ein Fluchmagier. „Choso!", rief Megumi aus, „Ich brauche hier Hinten Unterstützung!"
Schon war Halbfluch neben ihm und stellte sich schützend zwischen Megumi und den Neuankömmling. „Ich kümmere mich um den", meinte er, „Konzentrier du dich auf deinen Gegner."
„Ja, Fushiguro-kun, konzentrier dich auf mich!", spottete der Blonde und stieß mit seinem Schwert nach Megumi, „Wenn du vorhast alle Körperteile zu behalten, meine ich natürlich…"
Megumi gab ein unwilliges Knurren von sich. Natürlich wollte er alle seine Körperteile behalten, doch das war nicht der Punkt, nicht wahr? Dieser ganze Kampf hier, gefiel ihm nicht. Diese Fluchmagier hatten sich alle verbündet und sie aus dem Hinterhalt heraus angegriffen, und dafür musste es Gründe geben, und diese Gründe würden keine sein, die gut für sie waren. Die arbeiteten vermutlich alle für bzw. mit Kenjaku, und der schien irgendetwas mit Megumi vorzuhaben, weil er ihn lebendig wollte, und Megumi war sich sicher, dass Körperteile einzubüßen in diesem Fall das geringere Übel wäre.
Doch er hatte nicht vor herauszufinden was die mit ihm vorhatten. Der Schwertheini konnte nicht ewig so viel Glück haben! Irgendwann musste sich das Blatt einfach wenden, irgendwann…
Auf einmal wurde er von einem Eisstrahl getroffen und ging benommen zu Boden. Noch mehr Feinde? Mühsam rappelte er sich wieder hoch und erblickte eine Frau im Priesterinnengewand, und neben ihr …
„Ich will, dass du weißt, dass es nicht so weit hätte kommen müssen", erklärte ihm Sukuna, „Ich habe dem Balg eine Partnerschaft angeboten, aber er konnte sich nicht dazu herablassen mir genug zu vertrauen um Ja zu sagen."
Megumi blinzelte den König der Flüche, der Yuujis Körper trug als wäre es sein eigener, an. „Wenn er sich dagegen entschieden hat einen Deal mit dir zu schließen, dann hat er richtig gehandelt", erwiderte er nur.
Er machte sich bereit auf den Angriff, der sicher kommen würde. Sukuna war wütend darüber, dass Yuuji sein Angebot abgelehnt hatte und wollte den Jungen dafür bestrafen. Indem er Megumi tötete. So viel war klar. Aber ich werde es ihm nicht so einfach machen. Er sollte Angst haben, doch er spürte keine Panik in sich aufsteigen, sondern war seltsam ruhig. Wenn es zu Ende gehen würde, dann ging es eben zu Ende. Besser er als Yoshino oder Kugisaki. Maki-san und Inumaki-Senpai waren vielleicht schon tot, doch wenn nicht, konnte er sie auf diese Weise vielleicht retten. Er musste Sukuna nicht einmal besiegen, er musste ihn nur weit genug schwächen um Yuuji eine Chance einzuräumen die Kontrolle zu übernehmen.
Sukuna bleckte seine Zähne. „Mir war klar, dass du das sagen würdest", meinte er und nickte dann der Frau neben ihm zu.
Megumi aktivierte seine Schattentechnik.
Und sah deswegen nicht voraus was als nächstes passieren würde.
Yuuji kam in den Trümmern des Katzen-Cafés wieder zu sich. Er war wieder er selbst. Und zum ersten Mal, seit er diesen Finger vor all dieser Zeit verschlungen hatte, war er wieder alleine. Keine fremde Stimme in seinem Kopf. Kein Sukuna, der alles, was er tat, mitverfolgte. Er tastete über sein Gesicht. Die Zeichnungen, die dieses geziert hatten, seit er mit Sukuna verschmolzen war, waren verschwunden. Es war wieder Itadori Yuujis Gesicht.
Ist es vorbei? Bin ich endlich aufgewacht? Würde er feststellen, dass es keine Magie, keine Flüche, und keine Jujujisten gab? Dass alles nur ein Traum gewesen war, geboren aus seiner Trauer um seinen Großvater, seine einzige Familie?
Doch er befand sich in einem Café, in dem es aussah als ob ein Wirbelsturm hier drinnen gewütet hätte. Wenn dies ein Alptraum war, dann war er noch nicht vorbei. Nein, Yuuji spürte, dass der Alptraum gerade erst anfing.
„Yuuji!" Junpei, dessen Kleidung zerrissen war, und der verstört wirkte, half ihm auf die Beine. „Bist du in Ordnung?" Das war eine schwierige Frage.
„Was ist passiert?", wollte er von dem anderen Jungen wissen (obwohl er die Antwort kannte).
„Kannst du dich nicht erinnern?", wollte Junpei wissen, „Sukuna hatte dich übernommen und ist mit dir abgehauen. Und dann ist er zusammen mit dieser Priesterin hier aufgetaucht, mitten im Kampf, und dann…"
„Dann hat er mich verlassen", vervollständigte Yuuji den Satz, „Er hat sich einen anderen Wirt ausgesucht." Diese Worte auszusprechen fiel ihm so schwer. Seine Zunge fühlte sich taub und träge an. Und sein Gehirn schien langsamer zu arbeiten als es sollte.
Junpei nickte. „Fushiguro", setzte er an und unterbrach sich, „Sie haben ihn gezwungen Finger zu essen, und dann…."
„Ich verstehe." Und Yuuji verstand wirklich. Sukuna hatte es ihm gesagt, er hatte es ihm angedroht, aber Yuuji hatte ihm nicht glauben wollen. Er hatte Sukuna zurückgewiesen, und dieser hatte ihn dafür bestraft, indem er ihm Megumi weggenommen hatte.
„Es tut mir leid", sagte Junpei, „Ich weiß, dass er dir viel bedeutet hat…"
„Er ist nicht tot", fuhr ihn Yuuji an, „Ich war doch auch nicht tot, oder?!"
Junpei zuckte zurück. „Ja schon, aber … ich dachte es war ungewöhnlich, dass du ihn unterdrücken konntest, dass ihr beide koexistieren konntet…", erwiderte er kleinlaut, „Natürlich habe ich keine Ahnung wie so was normalerweise läuft, aber…"
„Wir können ihn retten", meinte Yuuji bestimmt, „Wir müssen Sukuna nur wieder aus ihm rausholen." Er sah such suchend um. „Wo ist er hin?"
„Er ist gemeinsam mit seinen Verbündeten abgehauen", erklärte Junpei, „Was ehrlich gesagt ganz gut für uns war, weil er uns alle hätte umbringen können, wenn er gewollt hätte. Davon gehe ich zumindest aus."
Er ist losgegangen um Gojo zu suchen. Oder Kenjaku. Yuuji wusste nicht welche Variante schlimmer wäre. Den einen wollte er töten, den anderen … Wollte sich Sukuna mit Kenjaku verbünden, oder wollte er ihn ebenfalls vernichten? Er rieb sich die Schläfen. Allein der Gedanke an Kenjaku löste Kopfschmerzen bei ihm aus.
„Was ist mit den anderen?" Es waren doch andere hier gewesen, oder nicht?
Junpei deutete hinter ein paar umgefallene Tische. Dahinter kniete Choso, der sich nun wieder aufrichtete und erklärte: „Deine Freundin ist schwer verletzt, Yuuji, es tut mir leid, ich kann im Moment nichts für sie tun."
Yuuji stolperte wie betäubt hinüber zu ihm. Vor ihm am Boden lag Kugisaki, die blutüberströmt war sehr blass aussah. „Er wollte Fushiguro mitnehmen, ich konnte ihn nicht einfach so gehen lassen", murmelte sie.
Sukunas Klauen hatten sie mehrfach getroffen, sie brauchte dringend medizinische und magische Hilfe, das war offensichtlich. Auch das ist Teil meiner Strafe. Oder ist es in Wahrheit Rache? Ich sage nein, und du nimmst mir alles, was ich am dringendsten auf dieser Welt brauche…
Er sollte Sukuna hassen, er wollte ihn hassen, aber dafür blieb keine Zeit. Kechizu hockte neben Kugisaki und weinte. Yuuji erkannte Nitta, die sich auf Eso stützte, der mit ihr zusammen hinter der Szene stand. „Er hat die Fluchmagier zurückgerufen", meinte Eso, „Zusammen hätten sie es beenden können, aber sie sind abgezogen…"
Das war eine Botschaft an Yuuji. Ein letztes Angebot. Und eine Warnung zugleich. Yuuji schloss die Augen. Ich kann nicht. Begreifst du es denn nicht? Ich kann einfach nicht!
Er öffnete seine Augen wieder. „Wir müssen Kugisaki zu einem Arzt bringen", verkündete er, „Oder besser noch zu Ieiri."
Er drehte sich zu Okkotsu-Senpai um, der neben ihn trat. „Ich hab sie verloren", verkündete der Zweitklässler, „Sie haben Rika abgeschüttelt. Sie könnten überall hin, alles tun…."
„Nein, ich habe ein paar Ideen wo sie hin sind und was sie jetzt planen", gab Yuuji zurück, „Wir werden sie wiederfinden und aufhalten. Aber zuerst braucht Kugisaki unsere Hilfe. Maki-san und Inumkai-Senpai…. Sukuna hält sie gefangen. Ich weiß wo. Ich erinnere mich. Wir können…"
„Was wir tun müssen ist uns neu zu sammeln und uns eine Strategie zurecht zu legen! Kenjaku ist noch irrer als wir dachten, wir müssen ihn um jeden Preis aufhalten, wenn wir nicht wollen, dass die Welt vor die Hunde geht." Gojo Satoru betrat das zerstöre Café und wirkte zum Glück noch sehr lebendig. Sukuna hatte ihn also nicht gefunden. Soweit so gut.
Yuuji wandte sich ihm zu. „Kugisaki ist verletzt", erklärte er, „Und Fushiguro…"
„Wo ist Megumi?!" Eine einarmige Gestalt schob sich neben dem Kaiser vorbei und funkelte auf ihn herunter. Geto Suguru wirkte sehr lebendig, und das obwohl Yuuji ihn eigentlich für verloren gehalten hatte. Doch offenbar hatten ihn weder seine Verletzungen noch das Koma genug eingebremst um ihn davon abzuhalten Yuuji nun mit der gewohnten Feindseligkeit anzufunkeln. Er musterte ihn genau. „Was ist mit dir passiert?", wollte er wissen, „Wieso….?"
„Sukuna hat ihn. Er hat Megumi", erklärte Yuuji, „Er hat mich verlassen und hat Megumi als neuen Wirt ausgewählt."
Er konnte spüren wie seine Worte auf die beiden Erwachsenen wirkten.
„Nun, das ist … eine unglückliche Fügung", bemerkte Gojo.
„Er wollte Megumi wegen der Zehn-Schatten-Technik", erklärte Yuuji, „Um den Kaiser zu töten."
Gojo zuckte unbeeindruckt die Schultern. „Er kann es gerne versuchen", meinte er leichthin.
Geto sah ihn streng an. „Du wirst Megumi nicht töten", betonte er.
„Natürlich nicht", gab Gojo zurück, „Das werde ich gar nicht müssen." Ob er wirklich so überzeugt war, oder nur so tat?
„Ich war sein Gefängnis, wenn er wieder in mir ist, kann er niemandem schaden", sagte Yuuji, „Wir müssen ihn nur aus Megumi hinausbekommen…"
„Und dann töten", befand Geto, „Wir fangen erst gar nicht damit an ihn wieder einen neuen Wirt nehmen zu lassen."
„Aber", setzte Yuuji an.
„Nein, Suguru hat recht", meinte Gojo, „Es ist zu gefährlich Sukuna leben zu lassen. Kenjaku hat Pläne mit ihm, und Sukuna würde da nur zu bereitwillig mitmachen, solange er sich einen Vorteil davon verspricht. Klar, hassen sie einander in Wahrheit wie die Pest, aber sie sind bereit sich so lange gegenseitig zu benutzen wie es ihnen beiden Vorteile bringt, und jetzt, wo ich Kenjaku eine Allianz verweigert habe, bringt es ihnen beiden einen gewaltigen Vorteil zusammen zu arbeiten. Wir können nicht zulassen, dass sie ihre Pläne umsetzen."
Yuuji nickte wie betäubt.
Okkotsu blickte Gojo mit gerunzelter Stirn an. „Kenjaku wollte eine Allianz?", wunderte er sich.
„Spielt keine Rolle", gab Gojo zurück, „Kommt, wir müssen von hier verschwinden und uns um Kugisaki kümmern, und dann unser weiteres Vorgehen planen."
„Ich begreife nicht ganz warum du deinen perfekten – von mir extra für dich angefertigten – Wirtskörper gegen das hier eingetauscht hast…" Kenjaku hatte seine Brille abgenommen und musterte Sukuna nun mit unverhohlenem Ekel. „Ich meine, mir ist schon klar, dass unser Freund Yuuji auch noch ein Teenager war; immerhin war ja nicht vorgesehen, dass du so bald in ihm Fuß fasst, aber er war fehlerfrei. Das hier ist ein Haufen Hormone mit körperlichen und emotionalen Instabilitäten, die von Zen'in-Genen zusammengehalten werden. Ist dir die Inzuchtrate des Zen'in-Clans eigentlich bewusst? Das ist nichts, was irgendjemand freiwillig anfassen würde…" Er schüttelte seinen Kopf und ging dann dazu über seine Brille zu putzen. „Und der da ist noch dazu das Kind von einem Totalversager. Wenn sein Vater nicht darin gescheitert wäre die Sternenplasma-Hülle zu eliminieren, dann wäre ich heute viel näher an der Erfüllung all meiner Ziele dran…"
Sukuna warf dem Mann einen wütenden Blick zu. „Das hier ist auch für mich alles andere als die ideale Lösung", gab er zurück, „Aber ich brauche den Jungen wegen seiner Fluchtechnik."
Kenjaku verdrehte theatralisch die Augen. „Und da ist dir nichts Besseres eingefallen als ihn in Besitz zu nehmen?", ätzte er.
„Oh, ich hatte alternative Ideen, aber keine Möglichkeiten sie umzusetzen", meinte Sukuna düster. Und jetzt war er in diesem Körper und musste sich all diese verwirrten Gefühle Heranwachsender von der anderen Seite aus ansehen, als ob Yuujis verwirrtes Innenleben nicht ausgereicht hätte. Der Fushiguro-Junge mochte von Außen so wirken als wäre er gefasster und reifer als Yuuji, aber in seinem Inneren ging es sogar noch schlimmer zu. Egal in wen ich als nächstes fahre, es wird ein Erwachsener sein. Das hier ist eine Zumutung, damit hat Kenjaku recht.
Für mich ist es auch kein Picknick, meldete sich unaufgefordert eine andere Stimme in seinem Kopf zu Wort.
Sei still, befahl Sukuna, Sei still, oder ich töte deine Freunde mit deinen eigenen Händen um dich so dazu zu zwingen still zu sein.
Der kleine Fushiguro war leider weniger einfach zu kontrollieren als er es sich gewünscht hätte. Er war nicht so stark wie Yuuji, und nicht in der Lage Sukuna zu überwältigen und in seine Sphäre innerhalb ihres gemeinsamen Bewusstseins zu verbannen, so wie Yuuji es immer getan hatte, aber er war wach und frech und kein bisschen passiv. Und das konnte Sukuna im Moment gar nicht gebrauchen. Vor Kenjaku durfte er keine Schwäche zeigen, nicht wenn er nicht betrogen werden wollte, so wie jeder andere Narr, der sich im Laufe der Zeit mit dem Fluchmagier eingelassen hatte.
Wenn du brav bist und uns nicht umbringst, dann übergebe ich deine Freunde unversehrt ihren Familien, versuchte er ein wenig Zuckerbrot der Peitsche nachzulegen, Ach ja, und wir werden nicht getötet und gewinnen damit beide. Kenjaku ist gefährlich, Kleiner, bei dem müssen wir achtsam sein.
Er erhielt keine Antwort, nahm aber an, dass der Junge über seine Worte nachdenken würde. Was auch eine Art kleiner Sieg war.
„Erklär mich noch mal warum du meine Leute aus dem Café abgezogen hast, bevor sie Okkotsu, meine letzten paar misslungenen Experimente, und ihre Freunde töten konnten?", forderte Kenjaku jetzt.
„Weil wir vor denen sowieso nichts zu befürchten haben. Es sind Kinder und Wesen mit kindlichem Gemüt. Der wahre Feind, auf den wir uns konzentrieren müssen, ist Gojo. Wenn uns einer gefährlich werden kann, dann der", erwiderte Sukuna, „Was mich zu unseren beiden Gästen führt…" Er deutete hinüber zum Zen'in-Mädchen und dem Inumaki-Jungen, die von Uraume nach ihrer Rückkehr vorsorglich neu vereist worden waren, „Wir bieten ihre Leben den Clans im Gegenzug dafür an, dass sie uns helfen Gojo umzubringen."
„Und warum sollten die uns dabei helfen ihren eigenen Kaiser umzubringen, nur um das Leben zweier Jugendlicher zu retten? Von denen eine nicht einmal dazu in der Lage ist Flüche zu sehen?", wollte Kenjaku wissen.
„Weil sie es nicht wegen der Kinder tun werden, sondern weil sie Gojo genauso tot sehen wollen wie wir", klärte ihn Sukuna unbeeindruckt auf, „Die Kindern dienen ihnen nur als Ausrede. Außerdem sind die … fanatischeren Mitglieder des Zen'in-Clans entweder tot oder zu schwer verletzt um mitzureden. Diejenigen, die momentan das Sagen haben, werden das Leben jedes weiteren Mitglieds ihres Clans als wertvoll genug ansehen um darüber zu verhandeln. Selbst das eines halb absorbierten Zwillings."
Kenjaku warf einen kurzen Blick auf die beiden Gefangenen und meinte dann: „Mhm." Aber zumindest widersprach er nicht. „Von mir aus kannst du Gojo töten, wenn es dir ein Bedürfnis ist", meinte er dann, „Aber ich will Geto."
Sukuna war einen Moment irritiert. „Ist der nicht tot?", wunderte er sich.
„Nein, die Gerüchte über sein Ableben waren übertrieben, wie sich herausgestellt hat", meinte Kenjaku, „Ich brauche seinen Kräfte. Ich will seinen Körper, ich brauche ihn sogar um meine Pläne zu fördern. Wenn ich ihn hätte, dann wäre ich einen Schritt näher an unserem Endziel. Dann brauchen wir nur noch einen Idee was wir mit Tengen machen um ihn in den richtigen Zustand für die Verschmelzung zu bringen. … Und genug Fluchenergie für die Verschmelzung natürlich."
„Natürlich", echote Sukuna, der sich hüten würde Kenjaku darauf hinzuweisen, dass sein Endziel nicht unbedingt mit dem des Fluchmagiers übereinstimmte (die Menschheit mit Tengen verschmelzen, was für eine Schnapsidee!), „Dann holen wir uns eben Gojo und Geto. Sollte kein Problem für uns darstellen, wenn wir alle unsere Verbündete nützen und mit den Jujujisten einen vorübergehenden Pakt zur Eliminierung der beiden schließen, den sie – wie gesagt – aus egoistischen Gründen zustimmen werden. Wir haben schon so gut wie gewonnen."
Seid euch da mal nicht so sicher, hallte Fushiguros Stimme in Sukunas Kopf nach, Noch ist es nicht vorbei.
Ja, aber bald wäre es wirklich vorbei. Für Gojo, Geto, die Jujujisten und für Kenjaku. Und dann könnte Sukuna zusammen mit Uraume die Welt in Ordnung bringen und nach seinen Vorstellungen umgestalten, und dann würde alles endlich wieder wunderbar sein, so wunderbar wie es früher gewesen war, und wie es immer hätte sein sollen. Und dann würden Itadori Yuuji und Fushiguro Megumi den Tag bereuen, an dem sie es gewagt hatten sich Ryomen Sukuna in den Weg zu stellen.
A/N: Reviews?
