„Ich will Zeit für mich, und zu dir will ich nicht." Sie griff nach einem Kissen.

Er nahm es ihr aus den Händen. „Willst du das wirklich?"

„Es ist doch nur ein Kissen und keine Waffe." Sie stand auf und ging ins Bad.

„Du weißt, was ich meine." Er folgte ihr und hielt sie sanft an den Schultern fest.

„Lass mich bitte los."

„Was willst du?" Seine Stimme klang gereizt.

„Meine Haare föhnen, mir ist eisig." Sie beruhigte sich. Er ließ sie los, und sie drehte sich um. „Das schaffe ich allein."

Er erkannte, dass er über reagiert hatte, gab ihr einen Kuss und verließ das Badezimmer.

Nachdem sie sich in Ruhe die Haare geföhnt hatte, ging sie mit einem hohen Zopf zu ihm ins Schlafzimmer. Er lag bereits in ihrem Bett.

„Ein Zopf steht dir." Er grinste lässig.

„Danke." Doch ihre Stimmung war am Boden. Sie drehte sich um und setzte sich auf das Sofa.

Er folgte ihr und setzte sich neben sie. „Tenten..." Er nahm sie in den Arm. „Es tut mir leid."

„Tut es dir nicht."

„Ich will doch nur, dass es dir gut geht. Ich will dich nicht verschrecken. Ich kann mir nächste Woche frei nehmen, irgendwie kriege ich das hin."

Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter. „Mach das nicht."

„Ich weiß nicht... Uns fällt schon etwas ein."

„Also ein Kompromiss." Sie sah ihn an. Er war nicht glücklich damit – bis sie ihn küsste.

„Du bist nicht gerade der Schnellste, oder?" Sie sah ihn genervt an.

Er antwortete mit einem Kuss.

Sie kicherte. „Okay, wie hast du dir das vorgestellt?"

„Eigentlich will ich ja nicht..."

„Aber...?"

„Aber ich kann die letzten Tage zu dir kommen."

„Was meinst du mit ‚die letzten Tage'?" Er ist sichtlich überrascht.

„Ich würde sagen, die letzten zwei oder drei?"

„Ich würde sagen, drei."

„Ja, so machen wir es." Sie küsste ihn erneut.

„Und was machen wir in der Zwischenzeit?"

„Du kannst mich besuchen und ‚Hallo' sagen."

„Nur ‚Hallo'?"

„Sasuke, ich glaube nicht, dass es gut ist, wenn wir die ganze Zeit aufeinander hocken." sagt sie sanft.

„Ich glaube, du hast recht... Aber ich will wissen, ob es dir gut geht." Er klang besorgt.

„Ich bin schon groß, ich passe auf mich selbst auf." Sie lächelte ihn an.

Er atmete tief ein, sichtlich angespannt.

„Bitte sag nichts, sonst gibt es Streit." Sie legte ihren Zeigefinger auf seine Lippen.

Er nahm ihre Hand weg. „Okay, ich hab's kapiert. Ich bin übervorsichtig."

„Wenn ich wieder gesund bin, können wir mehr Zeit miteinander verbringen." Sie küsste ihn sanft.

Er lächelte. „Ich verstehe." Dann gab er ihr einen Kuss auf die Wange. „Ich freue mich darauf."

Sie stand auf. Er blieb sitzen und beobachtete sie. Als sie zurückkam, hatte sie eine Jacke an und ihre Schuhe angezogen.

„Willst du wirklich raus?"

„Ja." Sie küsste ihn. „Jetzt komm."

Er stand schnell auf und schnappte sich seine Sachen. Sie wartete an der Tür auf ihn.

„Das wird wohl der letzte Kuss sein." Sie lächelte ihn an.

Doch er küsste sie erneut. „Wieso können wir uns nicht draußen küssen?"

„Du weißt warum." Sie konnte ihm nicht in die Augen sehen.

„Ich will dich aber überall küssen." Er zog sie wieder in einen Kuss.

„Und außerdem würden mich alle Weiber nicht nur hassen, sondern wahrscheinlich versuchen, mich zu töten."

„Ich dachte, du bist schon groß?"

„Nicht witzig." Sie drehte sich um und verließ die Wohnung. Er schloss gemütlich die Tür und folgte ihr.

Kurz bevor sie das Haus verließen, zog er sie sanft zur Seite und drückte sie gegen die Wand.

„Von wegen ‚der letzte Kuss'." Er küsste sie sanft.

Sie lächelte. „Komm, wir gehen." Sie nahm seine Hand.

Sie fühlte sich leicht – richtig verliebt. Sie konnte es kaum glauben, dass ihr dieser Gedanke kam. Aber ja, sie war verliebt. Und zwar in Sasuke Uchiha.

Bis zum Lokal ließ sie seine Hand nicht los. Kurz davor löste sie sich jedoch von ihm.

Sie setzten sich und bestellten.

Er sah ihr in die Augen, doch sie wich seinem Blick aus.

„Was ist los?" fragte er.

„Nichts."

„Komm schon, sag es."

Sie schwieg und lächelte nur.

In dem Moment brachte die Kellnerin ihr Essen. Sie starrte Sasuke verliebt an und ließ beinahe das Tablett fallen.

Als sie sich fing, wünschte er ihr höflich „Guten Appetit."

Tenten begann sofort zu essen.

„Und jetzt?" fragte er.

„Deswegen."

„Wie meinst du das?"

„Alle stehen auf dich." Ihre Stimme klang gereizt.

Er grinste amüsiert. „Und was bedeutet das?"

„Dass ich heute allein schlafe."

„Es ist immer noch Wochenende, und du hast die ganze nächste Woche frei."

„Ich bin krankgeschrieben."

„Ich weiß. Nicht nur du bist davon betroffen." Sein Blick wurde ernster.

Sie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und aß weiter.

Als sie fertig war, bezahlte er. Sie stand auf und verließ das Lokal, aber er holte sie schnell ein und hielt sie fest.

„Was soll das?" fragte er leicht verärgert.

„Als könnte ich dir entkommen." Ihre Stimme wurde sanfter.

Er atmete tief durch. „Wohin wollen wir?"

„Ich will zu Lee."

Er sah sie fassungslos an. „Das ist nicht dein Ernst."

„Doch. Und wenn du mitkommen willst, benimm dich." Sie ging weiter.

Er folgte ihr. „Ich gebe mir Mühe."

„Gut."

Auf dem Weg begegneten sie Naruto und Sakura.

„Hey, ihr zwei!" rief Naruto fröhlich.

Sakura nickte. „Ja, was macht ihr?"

„Wir gehen zu Lee. Also zumindest ich." Sie sah Sasuke an.

„Ja, wir gehen zusammen zu Lee." Er klang nicht begeistert.

Sakura musterte ihn. „Du klingst nicht begeistert."

„Schon okay. Ich gehe gerne zu Lee." Er grinste – gespielt.

Naruto mischte sich ein. „Ich dachte, wir trainieren. Tenten, du kannst mitkommen."

„Nein, sie ist die nächste Woche krankgeschrieben." antwortete Sasuke.

Sakura runzelte die Stirn. „Warum?"

„Trainingsunfall."

Sakura war skeptisch. „Und jetzt geht ihr zu Lee?"

„Ja." Sasuke klang genervt.

Das Team verabschiedete sich, noch immer verwirrt.

Kurz vor Lees Haus hielt sie Sasuke an der Hand.

„Du musst nicht mitkommen."

Er seufzte. „Ich mache das gerne für dich."

Sie lächelte. „Heute Abend um acht bei mir?"

Er sah sie an. „Nein, ich hab keine Lust."

Sie ließ ihn los. „Okay."

Doch schließlich folgte er ihr doch.