Aang und Katara waren seit Monaten auf Reisen. Er sagte er habe Arbeit zu erledigen. An jedem Stopp hatte er private Treffen mit Regenten, Bürgermeistern, Beamten und den Führern des weissen Lotus. Als er mit allem zufrieden war nahmen er und Katara Hariti und gingen zurück zur Luftbändiger Insel.

Einige Tage später als sie zu Bett gingen sagte er: „Katara ich will an den Südpol."

„Aber wir sind gerade erst nachhause gekommen Liebling. Willst du dich nicht ausruhen?"

„Nein. Ich möchte dorthin gehen und ich will Appa mitnehmen. Ich will das alle kommen. Tenzin und Pema, Bumi, Sokka, Toph und Zuko."

„Aang, wieso willst du das plötzlich machen?" fragte sie während sie näher rutschte und ihre Hand auf seine Brust legte.

Er legte seine Hand auf ihre. „Es ist einfach was ich möchte. Es ist was ich tun muss."

Sie beugte sich vor. „Du weisst es gefällt mir nicht wenn du davon sprichst was du tun musst. Es klingt so…endgültig."

„Es tut mir leid Liebling, aber du weisst so gut wie ich das meine Zeit kurz ist."

„Hör auf das zu sagen Aang", sagte sie und legte ihren Kopf auf seine Brust.

„Ich versuche es", sagte er während er mit der Hand durch ihre Haare glitt. „Ich will dich nicht aufregen. Ich brauche diese letzte Reise für mich und Appa."

Eine Träne tropfte von ihrer Wange. „Hör auf so was zu sagen."

„Katara-„

„Aang, lass uns nicht mehr darüber sprechen. Bitte." Sie sah zu ihm auf. „Lass uns einfach so tun als würde das nicht passieren."

„In Ordnung. Ich werde es für dich tun", sagte er als er einen Kuss auf ihren Kopf platzierte.

~.~.~.~.~.~.~.~.~.

Als sie ankamen waren Hakoda, Kya und Heng draussen und warteten. Kya war sechs Monate zuvor gekommen um ihrem Grossvater bei seinen Stammführer Pflichten zu helfen und hatte ihren Mann und jüngeren Töchter mitgenommen. Sie grüsste ihre Eltern und Appa sobald sie landeten. Danach gingen sie zu Sokka und Toph welche auf Hariti gekommen waren. Als letztes kamen Tenzin und Pema welche Ama und Adama von der Zei Universität mitgebracht hatten und in der Feuernation Halt gemacht hatten um Zuko vom Palast und Keahi von der Ascheinsel abzuholen. Bumi würde in Republica aussteigen und er und Pong würden an einem anderen Tag kommen.

Aang war glücklich. Er war umgeben von den Leuten die er auf der Welt am meisten liebte. Sobald Bumi da war wäre vollständig glücklich. Nur Katara kannte den Grund für diese Versammlung. Aangs Gesundheit verschlechterte sich rasend. Er wollte das sich alle für seine letzte Reise versammelten. Er wollte ein letztes mal mit Hakoda zusammen sein. Was sie nicht wusste war, dass Aang wusste das er und Appa den Südpol nicht mehr verlassen würden.

~.~.~.~.~.~.~.~.~.

Sie waren seit fast einer Woche am südlichen Wasserstamm. Aang und Katara gingen durch das alte Dorf. Bumi, Pema und Tenzin waren nicht weit weg und spielten mit Emiko und Itsuko.

„Es ist ein schöner Tag nicht wahr Aang?" sagte Katara als sie an der alten Hütte ihrer Gran Gran vorbeikamen.

Aang antwortete lediglich mit einem „Um hum."

Sie sah ihn an. Er sah etwas blass aus. „Aang geht es dir gut?"

„Mir geht es gut", sagte er. „Ich glaube ich möchte mich dennoch ein wenig hinlegen." Sie sah ihn mit traurigen Augen an. „Katara här auf damit. Ich bin letzte Nacht lange mit den Kindern wach geblieben und ich bin einfach müde. Das ist alles."

Die Wasserbändigerin lächelte. „In Ordnung lass uns zurück zum Haus gehen."

Sie drehten um und machten sich auf den Weg zu Kyas Haus. Nach einigen Minuten merkte sie, dass ihr Mann nicht an ihrer Seite war. „Aang?" sie drehte sich um gerade rechtzeitig um zu sehen wie er schwankte. „Aang!" sie glitt unter ihn damit er nicht auf dem gefrorenen Boden landete. „Aang!" rief sie ihn erneut aber er antwortete nur mit einem unverständlichen murmeln. Sie drehte sich um, um nach ihren Söhnen zu rufen aber sie waren bereits da und hoben ihn von ihr.

„Dad, Dad. Was ist los?" fragte Bumi während er einen von Aangs Armen um seinen Nacken schlang.

„Mir geht es gut Bumi", sagte er sanft. „Ich bin nur kurz ohnmächtig geworden."

Tenzin war auf der anderen Seite ihres Vaters. „Nein dir geht es nicht gut. Niemand wird einfach ohnmächtig."

„Mir geht es gut Tenzin. Ich brauche nur etwas Ruhe."

Beide Männer sahen für eine Antwort instinktiv zu ihrer Mutter. Sie hatte einen Ausdruck in ihren Augen den sie noch nie gesehen hatten. „Mom, was ist los?"

Sie sagte nichts. „Mutter", sagte Tenzin. „Was sagt ihr uns nicht?"

Die Frau biss sich auf die Lippen und kämpfte gegen Tränen. Aang sprach: „Ich wollte es euch nicht sagen, damit ihr euch keine Sorgen macht. Aber ich glaube ich muss es euch jetzt sagen…Jungs ich sterbe."

~.~.~.~.~.~.~.~.~.

Als Tenzin und Bumi beim Klang der Stimme ihrer Mutter davon liefen, scheuchte Pema die Mädchen weg. Der Gang zurück zu Kyas Haus war still. Katara ging voraus während Tenzin und Bumi Aang in gestockter Stille stützten.

Sokka, Toph, Zuko und Kya warteten im Wohnzimmer. Nachdem sie die kleinen Mädchen zum Spielen geschickt hatte erzählte Pema ihnen von Aangs Zusammenbruch. Sie sassen nervös da und warteten.

Als Katara die Türe öffnete standen die fünf auf. Aang stöhnte bei der Aufmerksamkeit. „Mir geht es gut Leute. Keine Sorge."

„Er lügt", sagte Toph leise zu Sokka.

~.~.~.~.~.~.~.~.~.

Die Söhne des Avatars brachten ihn zu dem Zimmer wo er und Katara schliefen und halfen ihm sich ins Bett zu legen. Sie traten zurück und ihre Mutter setzte sich neben ihn aufs Bett. Katara legte ihre Hand auf Aangs Wange und wischte mit dem Daumen darüber. Er lächelte sie an. „Soll ich eine Sitzung durchführen?"

Er legte seine Hand auf ihre und drückte sein Gesicht dagegen. „Nein. Kya kann es tun", sagte er und sah zu seiner ältesten die am Türrahmen stand. „Geh und sprich mit den anderen."

Katara sah zu ihrer Tochter zurück. Sie trug nicht den verzweifelten Ausdruck den ihre Söhne hatten. „In Ordnung Liebling", sagte sie und küsste ihn auf die Stirn. Als sie an ihrer Tochter vorbei ging legte sie eine Hand auf die Schulter ihres Kindes.

Kya tätschelte Kataras Hand und lächelte schwach. „Ich kümmere mich um ihn Mom."

„Ich weiss", antwortete die Mutter und ging.

Kya ging hinüber und setzte sich neben ihren Vater auf das Bett. „Wie geht es dir Dad?"

„Eh, du weisst schon", sagte er gleichgültig.

Sie lächelte ihn an, dann wandte sie sich ab damit er die Träne nicht sah die ihr aus den Augen quoll. Als sie sie wegwischte sagte sie. „Dad, wieso hast mir nicht gesagt, dass es so schlimm geworden ist?" Er antwortete nicht. „Dad?" sagte sie vorsichtig während sie sich wieder zu ihm drehte.

Aang lag da, die Augen geschlossen, atmete gleichmässig und seine Tattoos glühten. Nochmal sagte Kya „Dad", während sie ihre Hand auf seine Wange legte. Sobald sie sie berührte wurde alles blau.