XXIV
„Aufrichtige und innere Werte sind viel wichtiger"
M: „Wow…Das ist ja mal…Puh etwas Besonderes."
C: „Ja, das war mit Zack war, war auch nur eine einmalige Sache…Es kam zu keinem weiteren intimen Moment…"
M: „Jetzt mal ehrlich, hättest du es zugelassen, wenn es die Möglichkeit gegeben hätte?"
C:'überlegt' „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
M: „Bei Zack hättest du es ohne zu zögern gewagt. Bei Steev hast du abgelehnt."
C: „Ich steh nicht auf Kerle!"
M: „Nein, das sagtest du bereits. Aber Zack wäre auch ein Kerl gewesen."
C: „Ihr versteht mich nicht! Das mit Zack und mir war eine ganz andere Sache. Das wäre kein einziges Ausprobieren gewesen…Ich würde nie und nimmer einen Kerl derartig oder sonst wie anrühren." 'verschenkt die Arme und rümpft die Nase. Ist sichtlich angewidert.'
„Sorry, hätte dieses Geheimnis vielleicht nicht ausplaudern sollen." 'flüstert vor sich hin' "Jetzt denken die Leute da draußen sonst was von mir… "
M: „Hey Cloud, mach dir darüber keinen Kopf? Glaub mir es gibt weit aus Kerle die heimlich doch einen Fabel dafür haben…Ich habe das gleiche durch. Heute ist dies nicht mehr so stark gesehen."
C: „Nein, ich hab auch nichts dagegen. Soll jeder den oder diejenige bevorzugen, den er möchte. Aber ich weiß, dass es mit Zack wirklich eine einmalige Sache war."
M: „Klar, ist auch völlig in Ordnung. So kann man es doch auch stehen lassen und nicht weiter drauf eingehen."
C: „Gut. Vermutlich wäre er grad gelassener."
M:'lächelt Cloud freundlich zu, der sich daraufhin beruhigt und ein lächeln zurück gibt.'
C: „Wenige Wochen später bekam ich den Auftrag, mit zwei anderen Kameraden nach Nibelheim zu gehen. Mit in der Party waren Zack und Sephiroth. Was nun kam habe ich lange lange Zeit etwas anders in mir verschlossen. Weil das damals vor knapp sieben Jahren in Nibelheim geschah, hatte ich mich total zerrissen.
M: „Ach wirklich? Erzähl uns bitte, was genau passiert ist.
Ich bekam einige Wochen später vom Sergeant Miller den Auftrag, Sephiroth und einen anderen SOLDATEN zu begleiten. Doch worum und wohin es genau gehen sollte, wusste ich bis kurz vor dem Ziel nicht. Auch das Zack der SOLDAT war, den ich begleiten sollte, wusste ich nicht. Erst als wir alle im Heli saßen. Der erste Teil der Reise waren wir in der Luft, bis wir von weitem das Nibelgebirge sahen.
„Nibelheim?", bemerkte ich, als ich aus dem Heli schaute. Die Reißzähne waren von weitem deutlich zu erkennen.
„Ja, sieht ganz so aus. Hey ist doch toll, kannst ja alte Freunde besuchen gehen."
„Ich glaube, das werde ich nicht tun. Hätte ich gewusst, dass es hier hin geht, hätte ich abgesagt."
Etwas überrascht schaute Zack mich an. Er konnte mir wohl nicht ganz folgen, warum ich nicht gerne in meine Heimat zurückkehrte. Kurz darauf landeten wir auch schon am Hafen und setzten die Reise mit dem Jeep durchs Gelände fort. Das Schütteln und Rütteln des Wagens bekam mir mal wieder nicht gut und ich hatte wieder mit Reisekrankheit zu kämpfen. Zack hielt sich fit und machte seine typischen Kniebeugen.
„Alles in Ordnung, Cloud?", fragte Zack nach meinem Wohlbefinden.
„Ja danke, es geht schon. Wenn es nicht noch mehr schüttelt, geht es.", gab ich Zack zur Antwort und konzentrierte mich wieder darauf, meinen Mageninhalt bei mir zu behalten.
„Zack, schon komm beruhige dich und setzt dich hin. Du scheuchst alle anderen noch unnötig auf.", beschwerte sich Sephiroth nun.
„Du wirst noch früh genug die Möglichkeit bekommen, dich beweisen zu können, Welpe."
Zack knurrte etwas über die Bemerkung von Sephiroth und begann weiter mit seinen Kniebeugen, bis plötzlich etwas auf der Straße uns den Weg versperrte.
„Sir, ein großes Unbekanntes Ungeheuer versperrt unseren Weg ins Dorf Innere!"
„Dann sollten wir keine Zeit verlieren und das Ding beschleunigen. Zack, ich gebe dir gerne den Vortritt."
Sephiroth grinste Siegessicher. Er wusste genau, dass dieses Ungeheuer für ihn selbst keine Bedrohung darstellte. Ich hielt mich lieber im Schutz des Wagens auf und wartete, bis sie das Monster bezwungen hatte. Wie ein elender Feigling empfand ich mich dabei. Nichts hätte ich dem Monster entgegensetzen können. Einen kurzen Augenblick später hatten Zack und Sephiroth das Monster ohne große Mühe erledigt. Es regnete wie aus Eimern also sprangen die zwei wieder in den Jeep und der Fahrer zögerte nicht lange und trat das Gaspedal durch. Wenige Stunden später erreichten wir das Tor Nibelheim.
„Da wären wir. Nibelheim. Willkommen zu Hause Cloud.", scherzte Zack und legte lässig seinen Arm um mich.
„Oh, deine Heimat? Dann solltest du vielleicht alte Bekannte besuchen gehen, solange wir hier sind.", schlägt Sephiroth mit einem Lächeln vor.
„Hast du Familie, Sephiroth?", fragte ich ihn gleichzeitig. Er zögerte einen Moment und hielt kurz inne, bis er sich dann doch schließlich zu mir wandte.
„Ich habe eine Mutter namens Jenova. Mein Vater ist…", er stockte und grinste. Aber etwas an seinem Gesichtsausdruck wirkte unnatürlich und nicht echt. Als ob er nur eine Maske trug.
„Was soll diese Fragerei?" Ich kenne nur meine Mutter. Alles andere ist unwichtig. Für den Rest des Tages dürft ihr euch frei bewegen. Ich werde mich mit dem Dorf Aufseher und den Bürgern unterhalten.
Daraufhin verschwand er im Dorf Inneren. Es dauerte nicht lange, bis das Dorf es bemerkte, dass Sephiroth ankam. Der Sheriff Zander begrüßte Sephiroth freundlich und zeigte ihm den Weg ins Rathaus. Auch Mr. Lockhart war mit von der Party und gesellte sich dazu. Zack und ich schlenderten ins Dorf und der erste Halt, den ich machte, war vor dem Wasserturm im Zentrum des ganzen Dorfes.
„Nettes kleines Dorf hier. Muss ich schon sagen. Hätte nicht gedacht, dass Nibelheim doch was nettes zu bieten hat.", staunte Zack doch sehr überrascht.
„Naja, es ist ein normales langweiliges Dorf. Was willst du da erwarten."
Ich erklärte Zack noch kurz, wo sich das bemerkbar machte. Das Haus von Tifa und ihrem Vater, die Herberge, in der wir nächtigen werden, das Rathaus, die Kirche und das Haus meiner Mutter.
„Willst du deine Mum nicht besuchen gehen?"
„Ich weiß nicht. Vielleicht tu ich es später."
Zack packte meinen Helm und rüttelt dran.
„Und warum trägst du das Blöde Ding hier?"
„Ich würde ihn erstmal gerne noch aufbehalten."
Zack lachte.
„Guten Tag die Herren. Ist der Herr Sephiroth gerade verhindert?"
Die zarte Stimme von Tifa drang in mein Ohr, weshalb ich kurz meinen Kopf zu ihr neigte.
„Der ist gerade mit dem Sheriff im Rathaus. Wie kann ich dir helfen, Ma'am?"
Tifa schaute freundlich zu Zack und lächelte ihm zu. Ich wendete meinen Blick von ihr, doch wie gerne hätte ich ihr Hallo gesagt. Sie hatte sich die letzten zwei Jahre so sehr verändert. Sie war nicht mehr das kleine dekorative Mädchen, das sie einst war. Aus Tifa ist eine selbstsichere, hübsche und junge Frau geworden. Sie wussten genau, was sie wollte. Ich wandte mich nun gänzlich von den beiden ab und flüchtete in die Herberge.
Es vergingen einige Stunden bis Zack aufs Zimmer kam. Ich hatte es mir zwischenzeitlich auf dem Bett bequem gemacht und ruhte mich aus.
„Jo raus aus den Federn. Das Wetter ist traumhaft draußen. Na los, zeig mir ein wenig die Gegend. Oder soll ich dir von meinem Mädchen erzählen?"
Zack schmiss sich auf das Bett neben mir und begann zu erzählen. Das Mädchen hatte es ihm tatsächlich angetan. Er war hin und weg. Seine Augen strahlten mit der Sonne draußen um die Wette, als er nur so von ihr erzählte. Sie war ein Mädchen aus den Slums. Zack traf auf sie, als er von der Platte stürzte und durch das Dach der Kirche im Sektor 6 fiel.
„Als ich sie sah, dachte ich, ich wäre im Himmel. Deine Art wie sie mich ansah war einfach engelhaft. Glaube mir, wenn wir hier fertig sind, werde ich mir Zeit für sie nehmen. Ich habe es ihr versprochen."
Ich setzte mich auf und schaute ihn an. Wie er da saß, voller Stolz. Er war sich sehr sicher, was er wollte. Er wollte dieses Mädchen einfach zum glücklichsten Mädchen der Welt machen. Nichts würde ihn daran hindern.
„Und bei dir? Hast du ein Mädchen, welches dein Herz gehört?", bohrte er nun und wollte was von mir hören. Ich weigerte mich aber etwas zu sagen.
„Das Mädchen hier vom Sheriff ist sehr nett. Habe mich gerade eine ganze Zeit mit ihr unterhalten. Sie fragte mich, ob ich einen blonden SOLDATEN kennen würde. Wusste nicht so genau, worauf sie hinaus wollte."
Ich schaute nur zu Boden verlegen, da ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Kurz darauf kam sogar Sephiroth ins Zimmer und machte es sich auf dem Bett bequem.
„Ihr solltet euch ausruhen. Morgen früh geht es ins Gebirge und zum alten Reaktor. Einer der Dorfbewohner wird uns begleiten."
Wir zögerten nicht lange und taten, was Sephiroth uns auftrug.
Es fällt mir schwer, einzuschlafen, da mir viel durch den Kopf geht. Aber letztendlich war ich doch sehr müde von der Reise und schlief dann doch ein.
Am nächsten Morgen machten wir uns schon rechtzeitig auf den Weg, doch leider hatte Zack und ich etwas verschlafen. Als wir am Platz ankamen, standen die anderen Infanteristen und Sephiroth schon in den Startlöchern. Alles hatte nur noch auf mich und Zack gewartet.
„Guten Morgen Schlafmützen. Ich hoffe, ihr seid nun ausgeschlafen.", protestierte Sephiroth und wollte tatsächlich sofort starten, bis plötzlich Tumult hinter uns herrschte.
„Nein Papa, ich kenne mich aus in den Bergen. Ich würde die Herren gerne begleiten."
„Tifa, bitte, da sind Monster in den Bergen."
„Pa, ich bin kein kleines Mädchen mehr. Ich kann mich schon verteidigen. Und außerdem ist Sephiroth dabei."
Sie war wirklich unglaublich. Kein Anflug von Furcht. Sie waren uns wirklich sicher, ohne wenn und aber zu begleiten.
„Gut, Zack, du weißt was zu tun ist. Der jungen Frau darf nichts passieren."
Zack salutierte und nahm den Auftrag sehr ernst.
„Verzeihung Herr, Sephiroth, bevor sie gehen, dürfte ich ein Foto von ihnen machen für die Zeitung? „Einen so hohen Besuch wie sie haben wir nicht oft.", unterbrach der Journalist uns als wir gerade aufbrechen wollten.
„Keine Zeit." zischte er und wollte gerade weitergehen.
Zack nutzte den Moment und versperrte ihm den Weg ab.
„Hey komm schon, tu den Leuten doch den Gefallen. Tut auch nicht weh."
Auch Tifa schien sich darüber zu freuen und zeigte sich gemeinsam mit Zack in Pose, während ich mit Sephiroth mehr im Hintergrund stand. Nach dem Foto ging es auf den Weg ins Nibelgebirge.
„Du kennst wirklich keine Kameraden, die auf meine Beschreibung passen könnten?", löcherte Tifa Zack, während wir durchs Gelände liefen.
„Nein, tut mir wirklich leid, Tifa. Was genau liegt dir denn auf dem Herzen? Vielleicht ist er einige Ränge unter mir. Bin ihm deshalb noch nicht über den Weg gelaufen."
Tifa wirkte etwas traurig, hatte aber dennoch Hoffnung, dass es so vielleicht sein könnte.
„Er ist ein sehr guter Freund von mir und vor gut einem Jahr von hier fortgegangen…"
Während sie sprach, ließ sie unbewusst ihre Hand auf ihrem Herzen.
„Verdammt, warum bin ich so feige und kann ihr nicht verraten, dass ich anwesend bin?" Warum plagt mich mein schlechtes Gewissen? Ich weiß warum. Weil ich meinem Teil der Abmachung nicht gerecht werde. Ich bin kein SOLDAT.'
„Ich vermisse ihn einfach. Ich habe seitdem nichts von ihm gehört. Ich habe Angst davor, dass ihm etwas zugestoßen ist. Selbst seine Mama hat seit seinem Verlassen nichts von ihm gehört."
'Scheiße.'
„Das ist aber nicht nett von ihm. Sollte ich ihn treffen, werde ich ihm einen kräftigen Tritt in den Hintern verpassen und ihn fragen, warum er dies noch nicht getan hat!"
Ihr gefiel der Gedanke, denn ein Lächeln konnte sie nicht verbergen.
Kurz darauf blieben wir an einer der alten maroden Hängebrücken stehen. Genau so eine wie damals von der Tifa gestürzt war.
„Der Reaktor befindet sich auf der anderen Seite.", bestätigte Tifa uns und schaute etwas verängstigt. Mit Sicherheit bleiben Erinnerungen auf.
„Gut darauf warten wir? Wir haben keine Zeit."
Sephiroth geht voran. Gefolgt von Zack, Tifa und mir und meinen anderen beiden Kameraden.
Ich fühlte mich unwohl auf dieser Brücke in der Luft zu hängen. Das Knarren und Knacken der alten Holzdielen und Zerren der alten Seile hinterlässt ein ungesundes Gefühl, bis uns wirklich plötzlich der Boden unter den Füßen wegriss.
Wir konnten uns alle bis auf einen meiner beiden Kameraden gerade noch an einem der Seile festhalten. Panik herrscht in allen von uns, als wir dem Schrei des verlorenen Kameraden in der Tiefe zuhören. Gefolgt vom Platschen des Wassers im reißenden Fluss unter uns. Nur einer blieb gelassen und sah nur einen Ausweg. Sephiroth ließ sich ins Wasser fallen.
„Sephiroth!", schrie Zack und wusste selber nicht, was er tun sollte, aber verstand doch ziemlich schnell, worauf Sephiroth hinaus war.
„Wir müssen runter!", sagt er uns. Tifa war die erste, die sich nicht mehr halten konnte und fiel mit einem lauten Schrei hinunter. Zack und ich schauten uns an und ließen uns ebenfalls nach unten fallen. Doch das Reißen des Flusses war doch stärker als erwartet. Es reißt uns weit Richtung Flussabwärts. Sephiroth fand schnell eine Mündung, an der er sich halten konnte, um uns einzeln aus dem Strom zu fischen.
Tifa Griff war die erste und beförderte sie ans Ufer. Ich griff nach Zack, der mich hielt, der wiederum von Sephiroth als nächstes gehalten wurde. Der eine noch verbliebene Kamerad von mir kam schnell an uns vorbei, doch der Strom riss ihn stark mit, dass er keine Möglichkeit hatte, noch erwischt zu werden. Er schrie laut um Hilfe, doch wir konnten ihn nicht mehr retten. Dieses Gefühl, einen Kameraden auf diese Kunst zu verlieren und zurückzulassen, drehte mir den Magen um.
Ich hing an allen vieren und hustete und keuchte vor Aufregung, während die anderen sich schon wieder aufstellten.
„Hey, alles in Ordnung?", fragte Zack mich und hielt seine Hand zum Stützen hin. Ich nickte und griff nach seiner Hand, um aufzustehen.
„Kennst du den Weg von hier aus zum Reaktor?", erkundigte sich Sephiroth bei Tifa. Sie nickte und erklärte ihm, dass wir durch die Nibelhöhlen müssen. Tifa konnte sich mittlerweile erstaunlich gut aus.
„Allerdings lauern viele Monster dort in den Höhlen und es befindet sich viel natürliches Marko in hochdosierter Form dort. Wir müssen vorsichtig sein."
„Mach dir darüber keine Sorgen. Wir sind gut aufgestellt. Der Welpe hier wird damit gut fertig.", scherzte Sephiroth leicht sarkastisch.
Als wir in den Höhlen ankamen, dauerte es nicht lange, bis wir von den ersten Monsterhorden überrascht wurden. Ich habe versucht, Tifa zu schützen, indem ich sie mit in den Hintergrund riss um Sephiroth und Zack die Monster zu überlassen. Ich konnte sowieso nichts gegen sie ausrichten.
Es war immer wieder faszinierend zu sehen, wie Sephiroth und Zack mit den Monstern fertig werden. Ich beneidet beides dafür.
„Unglaublich wie stark die beiden sind. Und so schnell." staunte selbst Tifa über die beiden und konnte ihren Blick nicht von beiden abwenden. In diesem Moment beobachtete ich sie. Der Vorteil des Helmes war, sie bemerkte es nicht sofort.
„Ich wüsste gern, wie sie jetzt reagieren würde, wenn ich meinen Helm einfach so abnehmen würde." Wenn ich doch nur wüsste, dass sie sich freuen würde. „Tifa, würdest du dich freuen?"
Ihre Augen funkelten vor dem Erstaunen und verfolgten intensiv Zacks Bewegungen.
„Ob er ihr gefällt?" Verübeln würde man es ihr nicht. Zack ist wirklich gutaussehend. Und einiges auf dem Kasten hat er auch. „Er wäre wirklich die Kunst von Mann an ihrer Seite, die ihr Vater schätzen würde."
Nun beobachtete ich sie näher. Mein Blick sammelte ihr Gesicht. Sie ist so verdammt hübsch. Im Grunde war sie schon immer besonders hübsch gewesen. Aber nun war sie...
„Oh, sie trägt die Ohrringe, die ich ihr geschenkt hatte."
Als ich das bemerkte, machte mein Herz einen heftigen Sprung. Ich freue mich sehr darüber, dass sie diese trug.
„Gut gemacht ,Welpe. Ich bin überrascht. Du machst wirklich eine gute Figur auf dem Schlachtfeld.", erklang plötzlich die Stimme von Sephiroth neben mir und Tifa. Ich zuckerte etwas zusammen.
„Danke sehr fürs Kompliment. Aber es ist auch immer wieder eine Ehre, neben dir kämpfen zu dürfen.", schmeichelte Zack ihm, woraufhin sich Sephiroth ein leichtes Lächeln nicht verkneifen konnte. Wir setzen unsere Wanderschaft fort, als wir an eine alte Marko Quelle ankamen.
„Wow, wie hübsch." Tifa war ganz hin und weg vom Anblick der natürlichen Marko Kristalle und wollte auf sie laufen, da hielt Sephiroth sie zurück.
„Natürlich vorkommende Markokristalle sind faszinierend schön anzusehen, aber man sollte nicht unnötig zu nahe ran gehen."
Sie verstand was er meinte und behielt dann doch Abstand von der Quelle. Ich rümpfte die Nase. Der Geruch, der von der Quelle aufstieg, erinnerte mich noch sehr stark an meine gescheiterte Prüfung. Marko Gase.
„Los gehn wir weiter", befahl Sephiroth uns und wir folgten ihm. Kurz darauf hatten wir den Ausgang der Höhle erreicht.
„Herrlich wieder draußen zu sein. Die Luft ist hier so viel frischer." erfreute sich Tifa über die Freiheit und streckte sich der Sonne entgegen.
„Von hier ist es nicht mehr weit. Wir sind gleich da."
Wieder erwischte ich mich dabei, wie ich Tifa beobachtete.
„Sie ist echt verdammt süß. Aber an mein Mädchen kommt sie trotzdem nicht ran.", neckte Zack mich und klopfte mir auf die Schulter. Er hatte mich erwischt. Tifa bemerkte sein Nacken und kam auf uns zu.
„Worüber redet ihr? Über mich?", protestierte sie und stemmte ihre Hände dabei in ihre Hüften und versuchte, eine ernste Miene aufzulegen.
Zack lachte laut auf und rieb sich verlegen den Hinterkopf.
„Du hast mich erwischt. Aber mein Kamerad hier scheint von dir fasziniert zu sein."
„Zack, warst du das?!" Halt bitte den Mund!'
Mein Körper erstarrte. Mein Herz raste wie wild. Panik machte sich in mir breit.
„Ach ja, ist das so?", fragte sie überrascht und schaute mich an. Ich nickte ihr zu und sie lächelte.
„Allerdings ist er unglaublich schüchtern und redet nicht viel. Aber der Gute hat sein Herz am rechten Fleck. Er ist zwar kein SOLDAT, aber er hat das Herz eines SOLDATEN."
Tifa lächelte herzlich, als ich bemerkte, dass ein Monster auf uns zuflug. Genauer gesagt auf Tifa. Ich reagierte nur so schnell, dass ich Tifa zu Boden riss. Auch Zack reagierte schnell und erschlug das Vieh mit einem Hieb seines Panzerschwertes.
Ich richtete mich auf und hielt Tifa meine Hand hin, um ihr aufzuhelfen.
„Danke sehr. Der hätte mich voll erwischt. Zack hat wirklich recht mit dem, was er gesagt hat. Das Herz eines Helden hast du."
Nach diesem Schreck machten wir uns schleunigst auf den Weg zum Reaktor. Als wir dort ankamen, ging Sephiroth ohne zu widersprüchlichen Eingang. Auch Tifa war entschlossen mit rein zu gehen.
„Halt, das Mädchen sollte nicht mit rein. Ihr wartet hier."
„Bitte lasst mich mit rein.", flehte sie. Dort kam doch noch das kleine dickköpfige Mädchen zum Vorschein und versuchte alles zu bekommen, was sie wollte.
„Nein, zu gefährlich.", befahl Sephiroth nun ernster.
Zack schaute mich an.
„Pass auf sie auf, ja."
Ich stellte mich vor Tifa und hielt meine Hand vor ihr Gesicht. Sie war sichtlich genervt, nicht mit Zügeln zu dürfen.
Wie ein Kind, was beleidigt ist, setzte sie sich auf die Stufen und kippte mit ihren Füßen auf und ab.
„So gemein, dass man mich da nicht mit rein lässt. Sicher nur weil ich ein Mädchen bin.", knurrte sie.
Ich setzte mich zu ihr und leistete ihr beim Füße tippeln Gesellschaft.
„Hast du vor SOLDAT zu werden? Oder wie meinte Zack es eben mit ‚du bist kein SOLDAT' aber das Herz eines hast du?"
„Fragt sie mich gerade ernst?"
Ich nickte einfach stumm und hoffte, diese Antwort würde ihr genügen. Wieder klopfte mein Herz wie wild.
„Scheint wohl so ein typischer Traum vieler junger Männer zu sein. Warum ist das nur so?"
Sie seufzte und schaute mich nun wirklich nach Antwort wartend an.
„Denkt ihr vielleicht nur so, könnt ihr das Herz eines Mädchens für euch erobern?"
„Du triffst den Nagel auf den Punkt."
Wieder nickte ich nur.
„Aber warum ist das so? Ist es ähnlich wie bei uns Mädchen, dass man uns beibringt, dass man nur die Aufmerksamkeiten eines aufrichtigen Mannes erhält, wenn man besonders gut kochen und nähen kann oder ein besonderes Talent hat?"
„Tifa …"
„Ich bin der Meinung, dass aufrichtige und innere Werte viel wichtiger sind. Warum macht man uns immer so viel Druck?"
„Tifa, im Grunde denken wir total gleich." Wie gerne würde ich dich in den Arm nehmen, doch würdest du es überhaupt wollen? Einen totalen Vollidioten wie mich. Ein totaler Versager, der es noch nicht mal schafft, über seinen Schatten zu springen, um dir mal nette Worte zukommen zu lassen.
Die Minuten verstreichen, bis plötzlich zwei Todesklauen auftauchen und uns angreifen. Ich zog mein Gewehr und sicherte den Lauf und lehrte auf einen der beiden. Ich war total nervös und hatte Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren. Sie kamen verdammt schnell auf uns zu.
„Worauf wartest du! Schieß schon!", schrie Tifa auf und suchte Schutz hinter mir. Ich löste den Schuss und verursachte nur einen Streifschuss, der einen kurz zurück drängte. Nun waren sie beide verärgert und kamen nun deutlich schneller auf uns zu. Das einzige, was mir blieb, war mein Schlagstock. Ich greife nach ihm und sprintete ihnen entgegen und greife die beiden frontal an. Immer und immer wieder prügelte ich auf die beiden Monster ein, bis sie letztendlich doch zu Boden fielen. Aber ich hatte auch einiges abbekommen. Ihre scharfen Klauen trafen mich mehrmals unglücklich. Ein kurzer Blick zu Tifa versicherte mir, dass es ihr gut geht. Kurz darauf sackte ich zusammen. Die Wunden, die mir zugefügt wurden, waren tief.
Tifa schrie irgendwas und rannte auf mich zu bis zu meinem Kreislauf wegsackte. Weit weg hörte ich ihre Stimme an meinem Ohr.
"Todesklauen griffen uns an! Er hat mich beschützt. Ich weiß nicht, er ist zusammengesackt. Aber er atmet noch."
Irgendwer stützte mich und wir waren in Bewegung.
Ich öffnete leicht meine Augen, um nachzusehen, wer mich halbwegs schleppte. Es war Tifa.
"Gut, dann sollten wir ins Dorf zurück. Wir sind hier auch erstmal fertig.", hörte ich Zack darauf sagen.
…FORTSETZUNG FOLGT!
